5. Airfield to Airfield - Melli Beese Run
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AUSSCHREIBUNG:
WIR schreiben hiermit den 5. Airfield to Airfield - Melli Beese Run, am Samstag, den 5. September 2026 aus.
START/ZIEL:
Samstag, 5. September 2026. 09:00 Uhr,
Landschaftspark Johannisthal, Parkzugang, Walter Huth Str., es gilt die Parkordnung.
Strecke:
Verläuft größtenteils über befestigte- und gepflasterte Parkwege ggf. mit kleineren Schotter/Sandpassagen. Die Strecke ist markiert.
Zeitlimit:
Rahmenstart von 08:00 Uhr bis 09:00 Uhr.
Zeitlimit beträgt 6:30 Std., Veteranen-Wertung: 7:30 Std., Das Walking Zeitlimit liegt bei 7:00 Std.
Frühstarter*innen müssen dies bei ihrer Anmeldung unbedingt mit angeben! Zielschluss ist um 15:30 Uhr!
Alle Starterinnen und Starter, messen ihre BRUTTO-Zeit im Ziel durch eine GPS-Uhr/ein Smartphone selbst. BRUTTO-Zeit im Ziel bedeutet: die verstrichene Zeit ab eurem Start bis ins Ziel. Ziel ist das Ziel der angegebenen Strecke, selbst wenn das Ziel weiter entfernt ist als die klassische Marathon-Distanz von 42,200 Km.
Eure BRUTTO-Zeit, teilt ihr nach Finish am VP und später bitte unaufgefordert per E-Mail mit entsprechendem Nachweis dem Organisator mit. Der aussagekräftiger Nachweis besteht aus: zurück-gelegte Distanz, verstrichene Zeit, Datum/Uhrzeit des Starts sowie ein Abbild der gelaufenen Strecke. Wir dieser nicht erbracht, erfolgt keine Wertung. Grundsätzlich wird erst einmal eine vorläufige Ergebnisliste veröffentlicht um eure Angaben oder Einsprüche ggf. zeitnah zu prüfen.
Verlassen der Strecke:
Wer während des Laufs die Strecke ggf. verlässt, muss an selbiger Stelle wieder auf die Strecke zurückkehren um sein Lauf fortzusetzen. Darüber hinaus ist das erfolgte Verlassen am VP bzw. beim Organisator noch während des Laufs anzugeben.
Erfolgt das nicht, wird euer Lauf nicht gewertet.
Verpflegung:
Wir reichen euch: Wasser, Apfelschorle, Cola, Tee, Kaffee, Obst, Kartoffeln & Snacks (auch vegan)
Kleiderabgabe:
Vor Ort. Die Abgabe erfolgt jedoch ohne Gewähr. Umkleide und Duschgelegenheiten gibt es vor Ort nicht.
Anfahrt: Mit Fahrrad u. a. über die S Bhf. Adlershof. Johannisthal oder Schöneweide, mit Tram 62, 63 und M17 oder Bus M11, X11 und 160
Fotos:
Die vom Veranstalter gemachten Fotos, werden allen Teilnehmer*innen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Einverständniserklärung:
Ich bin damit einverstanden, dass mit meiner Teilnahme am 5. Airfield to Airfield - Melli Beese Run 2026, von mir gemachten Fotos, Filmaufnahmen ohne Vergütungsansprüche meinerseits genutzt werden dürfen. (Hinweis lt. Datenschutzgesetz: Ihre Daten werden maschinell gespeichert.)
Anmeldungen:
Euer Anmeldungen bitte bis zum 15. August 2026, 18:00 Uhr, mit folgenden Angaben: Name, AK, Distanz, Verein oder Laufgruppe, an [email protected] senden. Hier bitte die Anmeldebestätigung abwarten.
Leistungen:
Alle Läufer*innen, die sich bis zum 15. August 2026, 18:00 Uhr per Mail angemeldet haben, bekommen am Race Day, Verpflegung, eine Erinnerungsurkunde, Finisher-Medaille, Ergebnisliste und kostenfreien Zugang zu allen Veranstaltungsfotos des Veranstalters.
Eine Distanzänderung und auch Walking am Race Day ist möglich.
Nachmeldungen:
Nachmeldungen vor Ort nur möglich, wenn das TN-Limit vorab nicht erreicht wird. Bei Nachmeldungen gibt es keine Finisher-Medaille, da diese auf Grundlage der rechtzeitigen Anmeldungen vorbestellt wurden.
Unkostenbeitrag (UKB):
Da wir diesen Run privat, (als Lauftreff) organisieren und vorfinanzieren, bitten wir vorab um eine Überweisung (für alle Distanzen gleich) per PayPal (bitte als Freund überweisen und Event Datum, Name und Distanz angeben! Details zur Überweisung findet Ihr in der Bestätigungs- oder späteren INFO-Mail.
Hinweis:
Dieser Lauf ist keine DLV-Veranstaltung. Die Versicherung ist Sache der Teilnehmer. Der Organisator haftet nicht für Schäden jeder Art. Foto- und Videoaufnahmen dürfen von dem Organisator für redaktionelle Zwecke unentgeltlich und ohne zeitliche Begrenzung verwendet werden. Mit der Anmeldung gibt jeder Teilnehmer hierzu sein Einverständnis.
Helfer*innen am VP:
sind immer gern gesehen. Bei Interesse bitte rechtzeitig melden.
Der 5. Airfield to Airfield - Melli Beese Run, ist eine Initiative vom SBLT Motor Kamtschatka-Konstantinopel, der LRG Torpedo Berlin und den „Independent“ Berlin Wall Trail Runners.
https://runner-club-info.wixsite.com/website
Zur PERSON:
Amelie Hedwig Boutard-Beese, (* 13.09.1886 in Laubegast bei Dresden; † 21.12.1925 in Berlin), besser bekannt unter ihrem Rufnamen Melli Beese, war eine deutsche Pilotin. Sie ging in die Geschichte ein als die erste Frau, die in Deutschland die Prüfung zum Erwerb eines Privatpilotenscheins ablegte.
In den 1910er Jahren wurde nur geflogen, „wenn ein entfaltetes, in die Luft gehaltenes Taschentuch sich nicht bewegt“. Flugschüler saßen deshalb manchmal wochenlang in den Hallen des Flugplatzes und warteten, bis sich eine Gelegenheit zum Aufstieg ergab.
Schwere Probleme bereitete ihr von nun an der zeitgenössische Männlichkeitswahn: Beeses Kameraden sahen in ihr eine unwillkommene Konkurrentin und versuchten, ihr Fliegen zu verhindern. Erst nachdem Beese Thelen zur Rede gestellt hatte, durfte sie erstmals aufsteigen. Ihre ersten Flüge fanden mit Thelen in einem Wright-Doppeldecker statt.
Am Abend des 12.12.1910 sprang bei einem Übungsflug eine Antriebskette von der Motorwelle. Thelen und Beese stürzten im Gleitflug aus 20 Metern Höhe zu Boden und Beese brach sich den Knöchel. Gegen die Schmerzen wurde sie mit Morphin behandelt, was eine lebenslange Sucht auslöste. Einige Tage nach dem Unfall starb ihr Vater.
Im Januar 1911 kehrte Beese nach Johannisthal zurück. Für den als abergläubisch geltenden Robert Thelen war ihre Bruchlandung der Beweis, dass „Frauen im Flugzeug eben Unglück bringen“, und er weigerte sich, sie weiter zu unter-richten. Ihr Schulungsvertrag wurde daraufhin in beiderseitigem Einvernehmen aufgehoben.
Melli Beese hatte mit der negativen Einstellung ihres Fluglehrers und anderer Männlicher Piloten zu kämpfen: Jedes Mal, wenn sie an der Reihe war, saß bereits ein anderer Flugschüler im Flugzeug oder technische Probleme verhinderten den Flug. Nicht selten wurden ihre Flugzeuge sabotiert.
Ohne ausreichende Flugerfahrung meldete sich Beese schließlich ein erstes Mal zur Prüfung an. Das Flugzeugführerzeugnis des Vereins des Deutschen Luftfahrtverbandes DLV war nötig, um an Wettflügen teilnehmen zu können. Die Prüfung bestand aus drei geschlossenen Rundflügen von mindestens fünf Kilometern Länge. Nach jedem Flug musste vorschriftsmäßig gelandet und der Motor ausgeschaltet werden. Die Landung hatte punktgenau, bei einer Toleranz von maximal 150 Metern, zu erfolgen.
Melli Beeses erste Prüfung endete fast mit einem Unfall. Kaum war sie in der Luft, setzte der Motor aus. Sie leitete sofort die Landung ein und musste feststellen, dass der Benzintank sabotiert worden und das Benzin ausgelaufen war.
Danach meldete sie sich erst wieder zur Prüfung an, als der Unterricht wegen der Abwesenheit von Hellmuth Hirth einmal ausfiel. Am 13.09.1911, ihrem 25. Geburtstag, stieg sie in den frühen Morgenstunden mit der Rumpler-Taube auf und flog die vorgeschriebenen Runden und Figuren.
Bevor die anderen Flugschüler auf dem Flugplatz eintrafen, war sie bereits die erste Frau Deutschlands mit Flugzeugführer-lizenz (Nr.: 115).
Melli Beese hatte mit dem Besitzer der Rumpler-Werke, vertraglich vereinbart, an den Johannisthaler Herbstflugwochen (24.09. - 01.10.1911) für ihn zu starten, wenn sie rechtzeitig die dazu nötige Fluglizenz erwerben würde.
Melli Beese nutzte ihre Chance. Unter 24 Teilnehmern erreichte die unerfahrene Fliegerin mit ihrer Rumpler-Taube den 5. Rang. Nach dem vierten Tag lag sie auf Rang 2, am fünften Tag durfte sie jedoch nicht starten, weil wegen des schlechten Wetters „das Fliegen nunmehr einer Frau nicht mehr zuzumuten“ gewesen sei.
Bei demselben Anlass stellte sie mit zwei Stunden und neun Minuten einen neuen Dauerweltrekord für Frauen auf. Am 27. September 1911 gelang Melli Beese beim Flug mit einem Passagier mit 825 Metern ein neuer Höhenweltrekord für Frauen; der alte hatte bei 400 Metern gestanden.
Im Jahr 1912 gründete Melli Beese, finanziell unterstützt von dem Fabrikanten Lingner, gemeinsam mit Charles Boutard und Hermann Reichelt die „Flugschule Melli Beese GmbH“.
Bei der viel beachteten Gründung ihrer Flugschule kritisierte Beese das bisherige Ausbildungssystem scharf: „Auf mannigfache Anregung hin habe ich mich entschlossen, auf dem Flugplatz Johannisthal eine eigene Flugschule zu errichten. Ich bin dabei von der Erwägung ausgegangen, dass es an der Zeit ist, den in vielen Beziehungen ungeregelten Zuständen in manchen Flugschulen dadurch ein Ende zu machen, dass ein wirklich ordnungsgemäßes und straff geordnetes Institut die Ausbildung zum Flieger nach festgesetzten Grundsätzen übernimmt.
Vor allem soll der Unterricht schnell erfolgen, und zwar auf Wunsch auf Maschinen verschiedener Gattung […]. Da ich einerseits unter allen Umständen nur eine beschränkte Anzahl von Schülern annehmen will und mir andererseits drei Maschinen und drei Fluglehrer zur Verfügung stehen, so wird der fast überall eingerissene Übelstand entfallen, dass die Schüler Wochen und Monate auf dem Flugplatz verweilen, ohne über-haupt zum Fliegen zu kommen.“
Am 25.01. 1913 heiratete Melli Beese ihren Teilhaber Charles Boutard in Berlin und nahm dabei die französische Staats-bürgerschaft an. Das Paar zog in eine Villa in der Nähe des Flughafens Johannisthal.
Neben der Flugschule machten sich Melli Beese und ihre Teilhaber daran, die Rumpler-Taube nachzubauen. Bald schon konnten sie die Beese-Taube aus eigener Produktion zu einem günstigen Preis von 12.000 Mark anbieten.
Bei Kriegsausbruch mussten Beese und Boutard ihre gut-gehende Fabrik und Flugschule schließen. Sie durften den Flugplatz und ihre Flugschuppen sowie die Fabrik nicht mehr betreten. Charles Boutard wurde interniert, Melli Beese unter Hausarrest gestellt.
Nachdem ihr Mann vorläufig zurückkehren durfte, wurde das Paar in Wittstock/Dosse interniert.
Isoliert, ohne Arbeit und von Wachposten misstrauisch beäugt, erkrankten beide an Tuberkulose. Melli Beese konsumierte verstärkt Morphium. Nach Ende des Ersten Weltkrieges kehrte Melli Beese nach Johannisthal zurück.
Noch gab die morphiumsüchtige, am Boden zerstörte Frau nicht auf. Gemeinsam mit dem zurückgekehrten Charles Boutard plante sie, mit zwei Flugzeugen um die Welt zu fliegen. Das Projekt scheiterte dann aber doch an einer unzureichenden Finanzierung.
1925 musste Melli Beese die Lizenz ihres Pilotenscheines erneuern, machte dabei aber eine Bruchlandung, die sie allerdings unverletzt überstand. Zu dieser Zeit lebte sie getrennt von ihrem Ehemann in einer Pension.
Am 21.12.1925 erschoss sich Melli Beese, nachdem sie die Worte „Fliegen ist notwendig. Leben nicht.“ auf einen Zettel geschrieben hatte.
Späte Ehrungen:
1971 wurde in Berlin-Halensee eine Grünanlage zu Ehren von Melli Beese eingeweiht und eine die im selben Jahr von Annelise Rudolph erschaffene Skulptur Taube enthüllt.
Zum Gedenken des 50. Todestages wurde 1975 eine Eisen-Medaille gegossen. Die Frontseite zeigt die Flugzeugführerin Melli Beese; die Rückseite das Geburtshaus in Dresden-Laubegast.[
Die DDR-Postverwaltung edierte 1982 einen Sonderbrief mit Sonderstempel, der an die deutsche Pilotin erinnert.
Auf dem Friedhof Schmargendorf erhielt Melli Beese 1975 ein Berliner Ehrengrab.
Seit den 1990er Jahren trägt eine Grundschule im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick den Ehrennamen der deutschen Fliegerin. Auch in Dresden-Neustadt existiert eine Grundschule gleichen Namens.
Im Ortsteil Johannisthal Dort gibt es auch eine Melli-Beese-Straße. 2004 beschloss das Bezirksamt Tempelhof, einen bis dahin namenlosen Weg in Melli-Beese-Promenade zu benennen.
Die Haupterschließungsstraße des Flughafens Berlin Brandenburg wurde als Melli-Beese-Ring benannt.
Link zum Zeitungsartikel:
https://www.berliner-zeitung.de/article/und-dann-war-ich-pilot-111710#Echobox=1611769168
WIR schreiben hiermit den 5. Airfield to Airfield - Melli Beese Run, am Samstag, den 5. September 2026 aus.
START/ZIEL:
Samstag, 5. September 2026. 09:00 Uhr,
Landschaftspark Johannisthal, Parkzugang, Walter Huth Str., es gilt die Parkordnung.
Strecke:
Verläuft größtenteils über befestigte- und gepflasterte Parkwege ggf. mit kleineren Schotter/Sandpassagen. Die Strecke ist markiert.
Zeitlimit:
Rahmenstart von 08:00 Uhr bis 09:00 Uhr.
Zeitlimit beträgt 6:30 Std., Veteranen-Wertung: 7:30 Std., Das Walking Zeitlimit liegt bei 7:00 Std.
Frühstarter*innen müssen dies bei ihrer Anmeldung unbedingt mit angeben! Zielschluss ist um 15:30 Uhr!
Alle Starterinnen und Starter, messen ihre BRUTTO-Zeit im Ziel durch eine GPS-Uhr/ein Smartphone selbst. BRUTTO-Zeit im Ziel bedeutet: die verstrichene Zeit ab eurem Start bis ins Ziel. Ziel ist das Ziel der angegebenen Strecke, selbst wenn das Ziel weiter entfernt ist als die klassische Marathon-Distanz von 42,200 Km.
Eure BRUTTO-Zeit, teilt ihr nach Finish am VP und später bitte unaufgefordert per E-Mail mit entsprechendem Nachweis dem Organisator mit. Der aussagekräftiger Nachweis besteht aus: zurück-gelegte Distanz, verstrichene Zeit, Datum/Uhrzeit des Starts sowie ein Abbild der gelaufenen Strecke. Wir dieser nicht erbracht, erfolgt keine Wertung. Grundsätzlich wird erst einmal eine vorläufige Ergebnisliste veröffentlicht um eure Angaben oder Einsprüche ggf. zeitnah zu prüfen.
Verlassen der Strecke:
Wer während des Laufs die Strecke ggf. verlässt, muss an selbiger Stelle wieder auf die Strecke zurückkehren um sein Lauf fortzusetzen. Darüber hinaus ist das erfolgte Verlassen am VP bzw. beim Organisator noch während des Laufs anzugeben.
Erfolgt das nicht, wird euer Lauf nicht gewertet.
Verpflegung:
Wir reichen euch: Wasser, Apfelschorle, Cola, Tee, Kaffee, Obst, Kartoffeln & Snacks (auch vegan)
Kleiderabgabe:
Vor Ort. Die Abgabe erfolgt jedoch ohne Gewähr. Umkleide und Duschgelegenheiten gibt es vor Ort nicht.
Anfahrt: Mit Fahrrad u. a. über die S Bhf. Adlershof. Johannisthal oder Schöneweide, mit Tram 62, 63 und M17 oder Bus M11, X11 und 160
Fotos:
Die vom Veranstalter gemachten Fotos, werden allen Teilnehmer*innen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Einverständniserklärung:
Ich bin damit einverstanden, dass mit meiner Teilnahme am 5. Airfield to Airfield - Melli Beese Run 2026, von mir gemachten Fotos, Filmaufnahmen ohne Vergütungsansprüche meinerseits genutzt werden dürfen. (Hinweis lt. Datenschutzgesetz: Ihre Daten werden maschinell gespeichert.)
Anmeldungen:
Euer Anmeldungen bitte bis zum 15. August 2026, 18:00 Uhr, mit folgenden Angaben: Name, AK, Distanz, Verein oder Laufgruppe, an [email protected] senden. Hier bitte die Anmeldebestätigung abwarten.
Leistungen:
Alle Läufer*innen, die sich bis zum 15. August 2026, 18:00 Uhr per Mail angemeldet haben, bekommen am Race Day, Verpflegung, eine Erinnerungsurkunde, Finisher-Medaille, Ergebnisliste und kostenfreien Zugang zu allen Veranstaltungsfotos des Veranstalters.
Eine Distanzänderung und auch Walking am Race Day ist möglich.
Nachmeldungen:
Nachmeldungen vor Ort nur möglich, wenn das TN-Limit vorab nicht erreicht wird. Bei Nachmeldungen gibt es keine Finisher-Medaille, da diese auf Grundlage der rechtzeitigen Anmeldungen vorbestellt wurden.
Unkostenbeitrag (UKB):
Da wir diesen Run privat, (als Lauftreff) organisieren und vorfinanzieren, bitten wir vorab um eine Überweisung (für alle Distanzen gleich) per PayPal (bitte als Freund überweisen und Event Datum, Name und Distanz angeben! Details zur Überweisung findet Ihr in der Bestätigungs- oder späteren INFO-Mail.
Hinweis:
Dieser Lauf ist keine DLV-Veranstaltung. Die Versicherung ist Sache der Teilnehmer. Der Organisator haftet nicht für Schäden jeder Art. Foto- und Videoaufnahmen dürfen von dem Organisator für redaktionelle Zwecke unentgeltlich und ohne zeitliche Begrenzung verwendet werden. Mit der Anmeldung gibt jeder Teilnehmer hierzu sein Einverständnis.
Helfer*innen am VP:
sind immer gern gesehen. Bei Interesse bitte rechtzeitig melden.
Der 5. Airfield to Airfield - Melli Beese Run, ist eine Initiative vom SBLT Motor Kamtschatka-Konstantinopel, der LRG Torpedo Berlin und den „Independent“ Berlin Wall Trail Runners.
https://runner-club-info.wixsite.com/website
Zur PERSON:
Amelie Hedwig Boutard-Beese, (* 13.09.1886 in Laubegast bei Dresden; † 21.12.1925 in Berlin), besser bekannt unter ihrem Rufnamen Melli Beese, war eine deutsche Pilotin. Sie ging in die Geschichte ein als die erste Frau, die in Deutschland die Prüfung zum Erwerb eines Privatpilotenscheins ablegte.
In den 1910er Jahren wurde nur geflogen, „wenn ein entfaltetes, in die Luft gehaltenes Taschentuch sich nicht bewegt“. Flugschüler saßen deshalb manchmal wochenlang in den Hallen des Flugplatzes und warteten, bis sich eine Gelegenheit zum Aufstieg ergab.
Schwere Probleme bereitete ihr von nun an der zeitgenössische Männlichkeitswahn: Beeses Kameraden sahen in ihr eine unwillkommene Konkurrentin und versuchten, ihr Fliegen zu verhindern. Erst nachdem Beese Thelen zur Rede gestellt hatte, durfte sie erstmals aufsteigen. Ihre ersten Flüge fanden mit Thelen in einem Wright-Doppeldecker statt.
Am Abend des 12.12.1910 sprang bei einem Übungsflug eine Antriebskette von der Motorwelle. Thelen und Beese stürzten im Gleitflug aus 20 Metern Höhe zu Boden und Beese brach sich den Knöchel. Gegen die Schmerzen wurde sie mit Morphin behandelt, was eine lebenslange Sucht auslöste. Einige Tage nach dem Unfall starb ihr Vater.
Im Januar 1911 kehrte Beese nach Johannisthal zurück. Für den als abergläubisch geltenden Robert Thelen war ihre Bruchlandung der Beweis, dass „Frauen im Flugzeug eben Unglück bringen“, und er weigerte sich, sie weiter zu unter-richten. Ihr Schulungsvertrag wurde daraufhin in beiderseitigem Einvernehmen aufgehoben.
Melli Beese hatte mit der negativen Einstellung ihres Fluglehrers und anderer Männlicher Piloten zu kämpfen: Jedes Mal, wenn sie an der Reihe war, saß bereits ein anderer Flugschüler im Flugzeug oder technische Probleme verhinderten den Flug. Nicht selten wurden ihre Flugzeuge sabotiert.
Ohne ausreichende Flugerfahrung meldete sich Beese schließlich ein erstes Mal zur Prüfung an. Das Flugzeugführerzeugnis des Vereins des Deutschen Luftfahrtverbandes DLV war nötig, um an Wettflügen teilnehmen zu können. Die Prüfung bestand aus drei geschlossenen Rundflügen von mindestens fünf Kilometern Länge. Nach jedem Flug musste vorschriftsmäßig gelandet und der Motor ausgeschaltet werden. Die Landung hatte punktgenau, bei einer Toleranz von maximal 150 Metern, zu erfolgen.
Melli Beeses erste Prüfung endete fast mit einem Unfall. Kaum war sie in der Luft, setzte der Motor aus. Sie leitete sofort die Landung ein und musste feststellen, dass der Benzintank sabotiert worden und das Benzin ausgelaufen war.
Danach meldete sie sich erst wieder zur Prüfung an, als der Unterricht wegen der Abwesenheit von Hellmuth Hirth einmal ausfiel. Am 13.09.1911, ihrem 25. Geburtstag, stieg sie in den frühen Morgenstunden mit der Rumpler-Taube auf und flog die vorgeschriebenen Runden und Figuren.
Bevor die anderen Flugschüler auf dem Flugplatz eintrafen, war sie bereits die erste Frau Deutschlands mit Flugzeugführer-lizenz (Nr.: 115).
Melli Beese hatte mit dem Besitzer der Rumpler-Werke, vertraglich vereinbart, an den Johannisthaler Herbstflugwochen (24.09. - 01.10.1911) für ihn zu starten, wenn sie rechtzeitig die dazu nötige Fluglizenz erwerben würde.
Melli Beese nutzte ihre Chance. Unter 24 Teilnehmern erreichte die unerfahrene Fliegerin mit ihrer Rumpler-Taube den 5. Rang. Nach dem vierten Tag lag sie auf Rang 2, am fünften Tag durfte sie jedoch nicht starten, weil wegen des schlechten Wetters „das Fliegen nunmehr einer Frau nicht mehr zuzumuten“ gewesen sei.
Bei demselben Anlass stellte sie mit zwei Stunden und neun Minuten einen neuen Dauerweltrekord für Frauen auf. Am 27. September 1911 gelang Melli Beese beim Flug mit einem Passagier mit 825 Metern ein neuer Höhenweltrekord für Frauen; der alte hatte bei 400 Metern gestanden.
Im Jahr 1912 gründete Melli Beese, finanziell unterstützt von dem Fabrikanten Lingner, gemeinsam mit Charles Boutard und Hermann Reichelt die „Flugschule Melli Beese GmbH“.
Bei der viel beachteten Gründung ihrer Flugschule kritisierte Beese das bisherige Ausbildungssystem scharf: „Auf mannigfache Anregung hin habe ich mich entschlossen, auf dem Flugplatz Johannisthal eine eigene Flugschule zu errichten. Ich bin dabei von der Erwägung ausgegangen, dass es an der Zeit ist, den in vielen Beziehungen ungeregelten Zuständen in manchen Flugschulen dadurch ein Ende zu machen, dass ein wirklich ordnungsgemäßes und straff geordnetes Institut die Ausbildung zum Flieger nach festgesetzten Grundsätzen übernimmt.
Vor allem soll der Unterricht schnell erfolgen, und zwar auf Wunsch auf Maschinen verschiedener Gattung […]. Da ich einerseits unter allen Umständen nur eine beschränkte Anzahl von Schülern annehmen will und mir andererseits drei Maschinen und drei Fluglehrer zur Verfügung stehen, so wird der fast überall eingerissene Übelstand entfallen, dass die Schüler Wochen und Monate auf dem Flugplatz verweilen, ohne über-haupt zum Fliegen zu kommen.“
Am 25.01. 1913 heiratete Melli Beese ihren Teilhaber Charles Boutard in Berlin und nahm dabei die französische Staats-bürgerschaft an. Das Paar zog in eine Villa in der Nähe des Flughafens Johannisthal.
Neben der Flugschule machten sich Melli Beese und ihre Teilhaber daran, die Rumpler-Taube nachzubauen. Bald schon konnten sie die Beese-Taube aus eigener Produktion zu einem günstigen Preis von 12.000 Mark anbieten.
Bei Kriegsausbruch mussten Beese und Boutard ihre gut-gehende Fabrik und Flugschule schließen. Sie durften den Flugplatz und ihre Flugschuppen sowie die Fabrik nicht mehr betreten. Charles Boutard wurde interniert, Melli Beese unter Hausarrest gestellt.
Nachdem ihr Mann vorläufig zurückkehren durfte, wurde das Paar in Wittstock/Dosse interniert.
Isoliert, ohne Arbeit und von Wachposten misstrauisch beäugt, erkrankten beide an Tuberkulose. Melli Beese konsumierte verstärkt Morphium. Nach Ende des Ersten Weltkrieges kehrte Melli Beese nach Johannisthal zurück.
Noch gab die morphiumsüchtige, am Boden zerstörte Frau nicht auf. Gemeinsam mit dem zurückgekehrten Charles Boutard plante sie, mit zwei Flugzeugen um die Welt zu fliegen. Das Projekt scheiterte dann aber doch an einer unzureichenden Finanzierung.
1925 musste Melli Beese die Lizenz ihres Pilotenscheines erneuern, machte dabei aber eine Bruchlandung, die sie allerdings unverletzt überstand. Zu dieser Zeit lebte sie getrennt von ihrem Ehemann in einer Pension.
Am 21.12.1925 erschoss sich Melli Beese, nachdem sie die Worte „Fliegen ist notwendig. Leben nicht.“ auf einen Zettel geschrieben hatte.
Späte Ehrungen:
1971 wurde in Berlin-Halensee eine Grünanlage zu Ehren von Melli Beese eingeweiht und eine die im selben Jahr von Annelise Rudolph erschaffene Skulptur Taube enthüllt.
Zum Gedenken des 50. Todestages wurde 1975 eine Eisen-Medaille gegossen. Die Frontseite zeigt die Flugzeugführerin Melli Beese; die Rückseite das Geburtshaus in Dresden-Laubegast.[
Die DDR-Postverwaltung edierte 1982 einen Sonderbrief mit Sonderstempel, der an die deutsche Pilotin erinnert.
Auf dem Friedhof Schmargendorf erhielt Melli Beese 1975 ein Berliner Ehrengrab.
Seit den 1990er Jahren trägt eine Grundschule im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick den Ehrennamen der deutschen Fliegerin. Auch in Dresden-Neustadt existiert eine Grundschule gleichen Namens.
Im Ortsteil Johannisthal Dort gibt es auch eine Melli-Beese-Straße. 2004 beschloss das Bezirksamt Tempelhof, einen bis dahin namenlosen Weg in Melli-Beese-Promenade zu benennen.
Die Haupterschließungsstraße des Flughafens Berlin Brandenburg wurde als Melli-Beese-Ring benannt.
Link zum Zeitungsartikel:
https://www.berliner-zeitung.de/article/und-dann-war-ich-pilot-111710#Echobox=1611769168
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Landschaftspark Johannisthal/Adlershof, Berlin, Germany
Event Location & Nearby Stays:
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