Kommt mit uns auf die Straße: Solidaritätsaktion am Odeonsplatz!
Heben wir unsere Stimmen – für all jene, die zum Schweigen gebracht wurden. Setzen wir ein sichtbares, kraftvolles Zeichen gegen Gewalt und Angst – für eine Gesellschaft, in der Frauen und Mädchen sicher leben können.
Mit unserer Solidaritätsaktion auf dem Odeonsplatz – begleitet von typischen Heißgetränken aus verschiedenen Ländern und Plakaten, die die Zahl der dort ermordeten Frauen sichtbar machen – schaffen wir einen Raum des Gedenkens, der Aufklärung und des kollektiven Widerstands. Wir haben den Mut, die Ursachen von Gewalt klar zu benennen – und den Mut, nicht wegzusehen.
„Frauenräume schaffen, Wandel gestalten“! Kunst ist dabei kreative Widerstandsform und Motor für einen transkulturellen Dialog. Denn eines ist klar:
Feminizide und Gewalt gegen Frauen entstehen nicht im luftleeren Raum.
Sie sind Ausdruck tief verankerter Machtverhältnisse und sozialer Strukturen, die Männer historisch dominiert haben und die bis heute vielfach wirksam sind. In Familien, kulturellen und religiösen Kontexten wie auch in staatlichen Institutionen werden Frauen und Mädchen noch immer kontrolliert, benachteiligt oder zum Schweigen gebracht. Selbst dort, wo Gesetze Gleichberechtigung versprechen, bleibt ihr Schutz oft brüchig – die Lücke zwischen Recht und Realität ist schmerzhaft und für viele tödlich.
Redebeiträge: Gülseren Demirel, MdL und Schirmpatin FKP e.V. 2026, Fadumo Korn, Lida Zarif, Maria Virginia González Romero, Dr. Ralph Neubert, Dr. Ursula Obermayr (Vif), Lida Zarif, Lukas Bauser – Team PEERS München – Gemeinsam für Gleichberechtigung! Und weitere.
Redebeitrag und Musikalische Begleitung: Jiréh Emanuel Morgen e. V
Musik-Performance Drumadama und griechischer Chor mit feministischen Liedern
Leitung: Katrin Richthofer, Grußwort: Dr. Corina Toledo
Kommt mit uns auf die Straße.
Gewalt gegen Frauen ist ein strukturelles Problem. Sie wird überwiegend von Männern ausgeübt, getragen von Rollenbildern, die Dominanz, Kontrolle und Schweigen legitimieren.
Doch Verantwortung tragen nicht nur die Täter. Auch das Umfeld – das Schweigen, das Relativieren, das Wegsehen – stabilisiert jene Muster, die Gewalt ermöglichen. Geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen heißt deshalb auch: patriarchale Vorstellungen von Männlichkeit kritisch zu hinterfragen und Männer als aktive Verbündete in die Verantwortung zu nehmen.
Wie ein mahnendes Echo führt Margaret Atwoods „Die Geschichte der Magd“ vor Augen, wohin gesellschaftliche Gleichgültigkeit führen kann: Kontrolle über Körper, Einschränkung von Rechten, religiöse und politische Legitimation von Unterdrückung. Jede Gesellschaft, die Gewalt hinnimmt, nähert sich diesem Szenario.
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