dev connect OWL 2026
About this Event
Du bist es leid, in deinem eigenen Saft zu schmoren? Du willst den Blick über den Tellerrand wagen und dich mit anderen Entwickler:innen austauschen? Dann bist du bei „dev connect OWL" genau richtig. Nach zwei erfolgreichen Events geht unsere regionale Entwicklerkonferenz in die dritte Runde!
Mit drei parallelen Tracks und einer Hands-on Session bieten wir euch wieder qualitativ hochwertigen Content, der euch zu besseren Entwickler:innen macht. Ob Technologie oder Methode, Programmiersprache oder Vorgehensmodell, wir sind überzeugt, dass für jede(n) etwas dabei ist. Für den kleinen Hunger und Durst ist gesorgt.
Sei dabei und lass gemeinsam mit uns die „dev connect OWL" weiter wachsen!
Wichtige Info zum Ticketverkauf:
Damit die dev connect auch dieses Jahr wieder für alle ein voller Erfolg wird, haben wir uns eine kleine Änderung überlegt: Um sicherzustellen, dass die Plätze nicht leer bleiben und jeder, der Lust hat, auch wirklich dabei sein kann, führen wir dieses Mal einen kleinen Ticketbeitrag ein. In der Vergangenheit wurden leider einige Tickets gebucht, aber dann nicht genutzt – und das ist super schade für alle, die gerne gekommen wären!
Keine Sorge wegen der Flexibilität: Sollte dir doch noch etwas dazwischenkommen, kannst du dein Ticket bis zwei Wochen vor dem Event völlig kostenfrei zurückgeben.
Studis & Azubis aufgepasst: Für euch bleibt die dev connect natürlich komplett kostenlos! Schreibt einfach eine kurze Mail mit eurem Nachweis (Immatrikulationsbescheinigung, Azubi-Ausweis etc.) an Julia von Valuedesk ([email protected]), und sie schaltet euch euer Ticket frei.
Herzliche Grüße,
Das Orga-Team der dev connect
Matthias, Daniel, Meike und Julia
Agenda
KEYNOTE: Open Source gibt es doch gratis! Warum dafür zahlen?
Host: Sandra Parsick
Info: Open Source wird oft gleichgesetzt mit „kostet nichts“. In Wahrheit kostet es u.a. die Freizeit anderer Leute. Daneben gibt es auch versteckte Kosten bei der Verwendung, wie zum Beispiel die Einarbeitung und die Pflege in der eigenen Software. Da die Anzahl der Maintainer und Zeit im Allgemeinen begrenzt sind und Open Source einen kritischen Teil praktisch in jeder Software ausmacht, sollte dieser Zustand die Alarmglocken bei uns schrillen lassen. In diesem Vortrag betrachten wir, was Open Source ist und wie Open Source in der Allgemeinheit wahrgenommen wird. Es gibt verschiedene Ansätze, die Arbeit an Open-Source-Projekten dauerhaft auf ein tragfähiges Fundament zu stellen. Wir stellen dazu verschiedene Finanzierungsmodelle mit ihren Vor- und Nachteilen vor, beschreiben, wie für uns eine ideale Welt aussehen kann, und wie für uns die ersten Schritte dorthin aussehen. Speakerin Sandra Parsick ist als freiberufliche Softwareentwicklerin und Beraterin im Java Umfeld tätig.
Von Vibe zu Handwerk: Warum dein Modell dein bester Prompt ist
Host: Annegret Junker | codecentric
Info: Vibe Coding ist in aller Munde: prompten, bis irgendetwas halbwegs funktioniert. Die Ergebnisse sind bekannt — syntaktisch plausibel, fachlich ignorant, und falsch auf eine Art, die Stunden zum Debuggen braucht. Der Reflex ist, das Sprachmodell zu beschuldigen. Aber das ist die falsche Perspektive. LLMs scheitern an Fachdomänen nicht, weil sie nicht intelligent genug sind. Sie scheitern, weil sie keinen Zugang zu deiner Domäne haben. Die gute Nachricht: Unsere Community hat die Antwort längst. Die Teilnehmenden nehmen mit: Eine praktische Pipeline: Domain Story → EventStorming → User Story → Prototyp Konkrete Vorher-Nachher-Vergleiche: wie reichere Artefakte bessere Ergebnisse erzeugen Eine neue Perspektive auf Workshops: deine Modellierungsartefakte sind auch dein erster Prompt. Speakerin: Annegret ist Softwarearchitektin, Autorin und Speakerin, deren Arbeit an der Schnittstelle von kollaborativer Modellierung und modernem Softwaredesign liegt.
MLOps für produktive Systeme: Infrastruktur, Kommunikation und Trustworthiness
Host: Lena Herrmann | DFKI
Info: Damit Machine Learning tatsächlich in der Praxis eingesetzt werden kann, reichen intelligente Modelle nicht aus. Ohne eine technische und interpersonelle Infrastruktur zur Entwicklung von effektiven ML Workflows ist eine sinnvolle Übertragung der Modelle in produktive Systeme kaum realisierbar. In diesem Vortrag stelle ich MLOps vor, welches Prinzipien und Handlungsanweisungen integriert, um die Entwicklung von ML System langfristig effizient und robust gestalten zu können. Was ist MLOps? Wie integriert man MLOps in einer Unternehmung? Wie ändert sich Kommunikation und Team-Struktur? Wie stellen wir Trustworthiness sicher? Speakerin: Lena Herrmann arbeitet als Researcherin am Deutschen Institut für Künstliche Intelligenz in Osnabrück. Ihre Forschungsgebiete umfassen dabei Computer Vision, Machine Learning und MLOps.
Was nicht geschrieben steht, existiert nicht
Host: Christian Tietze
Info: Dein Agent produziert Code, aber erfindet dabei Konventionen, die dem widersprechen, was jeder Mid-Level Engineer im Team längst kennt. Schnell tut man das ab als Halluzination, und das klingt wie ein Modell-Fehler. Aber es ist Architektur: eine Architektur des Scheiterns, die nicht mitführt wie wir lernen und verstehen. Für den Agenten ist die geschriebene Aufzeichnung die gesamte wahrgenommene Welt. Was nicht festgehalten ist, existiert für ihn nicht. Was bei uns Menschen ein Bias ist, den man kennen sollte (Kahnemans "What You See Is All There Is"), ist beim Agenten kein Fehler zum Abstellen, sondern die Architektur, mit der man gestaltet. Daraus folgt eine Bau-Aufgabe: Dein Agent braucht Augen und Hände in deiner Welt und beides musst du dir selbst bauen. Live gibt Christian einem Coding-Agenten "Augen" in einem über Jahre gewachsenen Wissensbestand und lässt ihn ein konkretes Praxis-Problem lösen. Dazu gibt es Einblicke in den Workflow von Agentic Engineering.
Frischer Wind im Persistenz-Stack
Host: Thorben Janssen
Info: Dieses Jahr war einiges los im Persistence-Stack. Hibernate 8, Jakarta Persistence 4 und Jakarta Data 1.1 bringen viele Neuerungen. Da fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Noch schwieriger ist es, einzuschätzen, was diese Änderungen konkret für die eigene Anwendung bedeuten. In diesem Talk bekommst Du einen kompakten Überblick über die wichtigsten Neuerungen. Du lernst zum Beispiel die neue stateless API in Jakarta Persistence 4 kennen. Wir schauen uns die Stateful Repositories in Jakarta Data an, die Du einfach in Deine bestehende Persistenzschicht integrieren kannst. Und ich gebe Dir einen Überblick über die interessantesten kleinen Änderungen und Verbesserungen. Zum Abschluss sprechen wir natürlich auch darüber, worauf Du bei einem Update achten solltest, damit es keine bösen Überraschungen gibt.
RAD neu gedacht: Auf dem Weg zur AI-fähigen Entwicklungsplattform
Host: Dr. Stephanie Behrent | Optano
Info: Was passiert mit einer bestehenden RAD-/Low-Code-Plattform, wenn GenAI Teil der Softwareentwicklung wird? Unsere Plattform war lange darauf ausgelegt, Komplexität zu reduzieren, Entwicklung zu beschleunigen und fachliche Probleme schneller in Software zu übersetzen. Mit GenAI entstehen neue Möglichkeiten, aber auch neue Reibungen: Welche Abstraktionen bleiben sinnvoll? Wo brauchen wir mehr Transparenz statt mehr Automatisierung? Und wie verändert sich Developer Experience, wenn Prompts, generierter Code und Reviews Teil des Systems werden? In diesem Vortrag berichten wir aus unserer laufenden Plattformentwicklung und geben Einblick in die Transformation hin zu einer AI-fähigeren Entwicklungsplattform. Der Fokus liegt nicht auf einer fertigen Lösung und nicht auf einer Tool-Demo, sondern auf konkreten Engineering-Entscheidungen, Architekturfragen und offenen Baustellen: Wie behalten Teams Nachvollziehbarkeit, Kontrolle und Wartbarkeit, wenn AI in Entwicklungsprozesse hineinwächst?
Digitale Souveränität – zwischen Hype und Realität
Host: Francesca Schiche | OEDIV
Info: Praxisblick aus einem Rechenzentrumsbetrieb: Digitale Souveränität gehört aktuell zu den meistdiskutierten Themen der IT-Branche – geprägt von politischen Initiativen, regulatorischen Anforderungen und technologischen Versprechen. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass der Begriff sehr unterschiedlich verstanden und interpretiert wird. Dieser Vortrag beleuchtet digitale Souveränität aus der Perspektive eines Rechenzentrumsbetreibers und setzt bewusst einen praxisnahen Kontrapunkt zum aktuellen Hype. Dabei wird zwischen verschiedenen Dimensionen unterschieden: technologische Souveränität (z. B. Vermeidung von Vendor Lock-in), Datensouveränität im Kontext von DSGVO, KRITIS und DORA sowie operative Souveränität im Sinne von Verfügbarkeit, Kontrolle und Resilienz. Der Vortrag liefert authentische Einblicke, Kundenfeedback aus der Praxis sowie eine differenzierte Einordnung des Themas – mit dem Ziel, eine realistische und fundierte Perspektive auf digitale Souveränität zu vermitteln.
Von der Straßenmusik ins Opernhaus! Agentic Software Engineering in der Praxis
Host: Janis Krasemann | enpit
Info: Die KI-Tools überschlagen sich, die Social-Media-Posts auch. Irgendwo dazwischen sitze ich als durchschnittlicher Entwickler und frage mich: Was mache ich hier eigentlich falsch? Warum bin ich nicht so schnell und produktiv wie die? Im Mittelpunkt stehen konkrete Workflows für beispielsweise Context Engineering, Multi-Agent-Parallelität, Feature Specs, AI-gestützte Code Reviews und Harness Engineering. Die Schattenseiten werden aber auch nicht verschwiegen: explodierende Token-Kosten, das Review-Bottleneck, die Frage nach Kontrolle vs. gefühlter Geschwindigkeit. Und die Frage, ob die goldene Ära des Vibe-Codings vielleicht schon wieder vorbei ist? Der Talk richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, die jenseits von Tutorial-Demos verstehen wollen, wo und wie sich KI-Agenten sinnvoll in bestehende Workflows integrieren lassen. Und dabei lieber mit kühlem Kopf experimentieren als jedem neuen Tool hinterherlaufen wollen.
Legacy Architecture Refactoring mit ArchUnit
Host: Daniel Rosowski | Smartsquare
Info: Wer kennt es nicht? Der Prototyp der eigentlich "nur mal schnell" entwickelt werden sollte und der nach erfolgreicher Beweisführung natürlich von Grund auf neu gebaut werden soll, läuft schon längst in Produktion und keiner denkt auch nur im Traum daran diesen abzuschalten, geschweige denn neu zu entwickeln. In diesem Vortrag wird es eine kurze und knackige Vorstellung der Grundpfeiler guter Softwarearchitektur geben. Anschließend schauen wir uns ArchUnit anhand einiger Beispiele an und untersuchen, wie sich, selbst in Bestandsprojekten, einer guten Softwarearchitektur mit Hilfe von ArchUnit angenähert werden kann. Am Ende gibt es einen Erfahrungsbericht aus einem konkreten Projekt, wo dieses Vorgehen erfolgreich angewendet wurde. Lernziele: Die Grundlagen guten Softwaredesigns, Vorstellung ArchUnit, Verwendung von ArchUnit in Bestandsprojekten, ein Praxisbeispiel
Agents sind kein Feature: Wie man KI-Produkte baut, die wirklich funktionieren
Host: Sebastian Nickel | Valuedesk
Info: "Wir bauen da einen KI-Agenten rein" - dieser Satz klingt nach Fortschritt. Meistens ist er der Anfang von sechs Monaten Schmerz. KI-Produkte die in Production halten, entstehen nicht durch bessere Prompts. Sie entstehen durch besseres Domänendesign. Dieser Talk zeigt anhand eines realen B2B-Produkts - gebaut in wenigen Wochen, in Production, mit echten Nutzern - wie der Weg vom ersten Konzept bis zur laufenden Plattform konkret aussieht. Kern der Architekturentscheidung: Das zentrale Domänenobjekt zuerst. Nicht die KI, nicht die Agenten, nicht die RAG-Pipeline. Wer sein Datenmodell falsch aufsetzt, baut den Rest zweimal. Was Teilnehmende mitnehmen: Warum das Objektmodell wichtiger ist als das Sprachmodell - und wie man es richtig aufsetzt Wie eine Multi-Agenten-Architektur aussieht die schnell ist und nicht auseinanderfällt (Orchestrator + spezialisierte Agenten + paralleles RAG) Welches UX-Muster KI-Vorschläge vertrauenswürdig macht - und warum "Auto-Apply" fast immer ein Fehler ist
HANDS-ON SESSION: Coding Dojo - Agentic AI
Host: Marco Emrich | codecentric
Info: In diesem Coding Dojo im Code-Retreat-Style bearbeiten die Teilnehmenden eine gemeinsame Aufgabenstellung in zwei Sessions: zunächst mit Test Driven Development und anschließend mit Property Based Testing. Beide Perspektiven dienen dazu, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie ein Agentic AI Tool beim Finden von Tests und Eigenschaften unterstützen kann und wie sich die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Modell gestaltet. Im Mittelpunkt steht die Selbsterfahrung im Umgang mit LLMs: Wie verändert sich das eigene Denken über Spezifikation, Testdesign und Umsetzung, wenn ein Agent in den Prozess eingebunden wird? Welche Art von Unterstützung entsteht tatsächlich, wo bleiben klare Grenzen spürbar, und wie lässt sich der verfügbare Kontext so einsetzen, dass das Modell nachvollziehbar und möglichst stabil arbeitet? Teilnahmevoraussetzungen: Motivation zum aktiven Ausprobieren und Mitmachen Technische Voraussetzungen: eigener Laptop
Where is it happening?
EUR 10.00













