Der sechste Sinn weiß was er will: Das AdieuTristessetival 2026!
Schedule
Fri, 17 Jul, 2026 at 05:00 pm to Sat, 18 Jul, 2026 at 11:59 pm
UTC+02:00Location
Alter Wasserspeicher zwischen Altenmünster und Onolzheim in 74564 Crailsheim | Crailsheim, BW
Am Freitag sorgen Fat Cheeks aus dem rheinhessischen Gimbsheim für eine extra Portion Bewegung im Raum. Dicke Backen at its best heben den Begriff „Blasmusik“ auf eine andere Ebene - fernab von gedanklichen Richtlinien und Traditionen zeigt diese Band, was man aus Blasinstrumenten so alles rausholen kann! Bei Songs von Peter Fox, Moop Mama und LaBrassbanda zeigt die Kombo aus Rapper, Trompete, zwei Saxophonen, Tenorhorn, Tuba und Schlagzeug, was eine moderne Blaskapelle so drauf hat! Mit viel Kreativität und einem gewissen Maß an Ironie werden dabei Songs aus der Rap-, Urban- und Party-Szene neu interpretiert.
Ganz intuitiv legen Falschgeld aus München mit dreckigem Indie-Pop-Rock nach. Deutsche Texte, stilistisch irgendwo zwischen TonSteineScherben und den frühen Strokes, Wanda und AnnenMayKantereit. Die punkige Attitüde der vier Pop-Lümmel, die seit Kindestagen miteinander Musik machen und entsprechend druckvoll abliefern, trifft kontrastreich auf tiefgründige und smarte Texte von Frontmann Jona Volkmann (den mittlerweile viele auch aus dem Kino kennen, u.a. zuletzt in Sönke Wortmann`s „Der Spitzname“ zu sehen). Nach ihrem aufsehenerregenden Debütalbum „Menschen wie wir“ (produziert von Franz Ferdinand Gitarrist Nick McCarthy) arbeitet die Band momentan mit Produzenten-Koryphäe Moses Schneider (AnnenMayKantereit, Beatsteaks, K.I.Z, Tocotronic … ) an ihrem zweiten Longplayer „Flügge werden“, welcher auch genau davon handelt: vom Erwachsenwerden in unruhigen Zeiten während die Welt scheinbar aus den Fugen gerät.
Hat hier irgendjemand nach Haltung gerufen? Na dann schreien die Dead Pioneers aus Colorado eben diese wuchtig zurück. Entstanden als dynamische Erweiterung der Performancekunst des Sängers Gregg Deal verschmilzt die Musik der Band nahtlos mit kritischer Kulturkritik. Verwurzelt in denselben Themen wie Identität und Widerstand, die auch seine visuellen Arbeiten prägen, dient der Sound der Band als kraftvolle Plattform, um die Komplexität indigener Erfahrungen zu thematisieren. Deal nutzt die rohe Energie von Punk und Alternative-Einflüssen, um gängige Narrative infrage zu stellen, und verwendet dabei Texte, die zum Nachdenken anregen und Emotionen wecken. Genau wie seine Performancekunst die Folgen von Kolonialisierung und systematischer Marginalisierung aufgreift, lädt Dead Pioneers – komplettiert durch Josh Rivera und Abe Brennan an den Gitarren, Bassist Lee Tesche (Algiers) und Schlagzeuger Shane Zweygardt – das Publikum zu einem unmittelbaren Dialog über Überleben, Resilienz und die Rückgewinnung der eigenen Stimme ein.
Nach diesem Brett besinnen wir uns und hören am Samstag zu Beginn auf unser Bauchgefühl. Seit 2021 zieht ARMANO, Sänger der Bamberger Bands Oporto und The See See Riders, mit seinem Soloprojekt durch die Lande. Mit kraftvoller Stimme und versiertem Fingerpicking bewegt sich der Songwriter stilistisch irgendwo zwischen Country, Blues und Americana. Nach drei EPs und unzähligen Konzerten in Deutschland, Belgien, Österreich und der Schweiz erscheint 2026 sein erstes Full-Length-Album I HATE TO LEAVE. Gemeinsam mit Andreas Arneth am Bass und Jens Kussmann am Schlagzeug bringt er die Songs in einer energiegeladenen Trio-Besetzung auf die Bühne.
Nach dem Bauchgefühle setzen wir auf Bauchmuskelspannung und False Lefty. Das Duo, bestehend aus Schlagzeugerin Veva (Österreich), die im Stehen drei Trommeln bespielt und Sänger Thomas (Großbritannien), der seine Gitarre nur mit drei Saiten bespannt, stellt die Punkwelt auf den Kopf. Es bricht mit Perfektionismus, reduziert sich von überflüssigem, lässt das Unwichtige weg und setzt auf einen Minimalismus, der die Hoffnung weckt, dass es doch so wenig braucht, um gute Musik zu machen. Seit Gründung der Band im Herbst 2022 spielten False Lefty sowohl Headliner Shows;
Festivals wie das Bochum Total, Burg Herzberg Festival, Orange Blossom Special und Traumzeit Festival; als auch als Support für Public Image Ltd., Fortuna Ehrenfeld, The Lathums, SONS, Cash Savage and the last Drinks und viele andere.
Außersinnliche Wahrnehmungserfahrungen zum Festivalabschluss liefern Engin aus Mannheim. Driftende Psychedelia und fuzzy Gitarren, verschachtelte Rhythmik und leichtfüßiger Vibe, der Gesang dringlich und mit viel Seele. Songs, in denen das Leben auch manchmal schal schmeckt, aber meistens bitter, süß und scharf. Und das in einem detailverliebten wie hoch eingängigen Sound, der sich gut und gerne als deutsch–türkischer Indierock bezeichnen lässt. Und der Pop, Jazz und Psychedelia äußerst klug und mit großer Geste umarmt. Roh, hypnotisch und immer wieder tanzbar erzählen Engin von all dem, was das Leben offenbart. Schönheit und Schmutz, Irrwitz und Abenteuer, Einsamkeit und Euphorie. Der Sound der Band speist sich dabei aus einem wilden Mix von Anadolu Rock der 70er in Verbindung mit aufrichtiger popkultureller Liebe von Pink Floyd über Altın Gün bis zu The War On Drugs. Als ein auch live mitreißendes Trio sind sie nun davon angetrieben, mit großer Neugierde unterschiedliche Einflüsse zu ihrem ganz eigenen Stil zu verbinden.
Propriozeption oder auch ProAdieuTristessetival: Haltung, Tanzwut, Euphorie - ein friedliches, freundliches und buntes Fest für alle. Treffen, tratschen, feiern und den sechsten Sinn in all seinen Ausprägungen zelebrieren- da kommt neben der Musik auch das kulinarische Angebot nicht zu kurz.
Parkplätze am Friedhof Altenmünster werden ausgeschildert.
Einlass am Freitag wird um 17.00 Uhr sein, Samstag öffnen die Tore bereits um 16.00 Uhr. Freier Einlass für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahren.
Vetraue all deinen Sinnen und sichere dir dein Ticket zu deutlich vergünstigten Konditionen unter https://rausgegangen.de/events/adieutristessetival-2026-0/ oder in Bälde vor Ort in der 7180 Bar oder dem Findling, jeweils in Crailsheim. Macht Sinn.














