Sapienza per la memoria. Die Universität Rom und die Rassengesetze von 1938
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Im Herbst 1938 wurden die italienischen Universitäten aufgefordert, die vom faschistischen Regime gerade erlassenen Rassengesetze anzuwenden. Die Königliche Universität Rom setzte als Vorzeigeinstitution des faschistischen Regimes die neuen Rassengesetze besonders eifrig um: 67 jüdische Dozent:innen und Mitarbeiter:innen wurden entlassen, ausländische jüdische Studierende ausgeschlossen. Nur bereits immatrikulierte jüdische Studierende durften ihr Studium beenden. Die Folgen – Exil, Ausschluss oder spätere Wiedereingliederung – prägten die italienische Kultur nachhaltig.
2018 startete die Universität Sapienza Rom das Forschungsprojekt „Sapienza 1938“, das anhand von Archivdokumenten die Lebensgeschichten der Betroffenen aufarbeitet. Serena Di Nepi und Umberto Gentiloni stellen das Portal "Sapienza 1938" vor und rekonstruieren die Ereignisse und Folgen des Jahres.
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