Propagandakrieger im Zweiten Weltkrieg. Vortrag und Gespräch mit dem Historiker Dr. Daniel Uziel
Innerhalb des NS-Propagandaapparates hatten die 1938 aufgestellten Propagandakompanien (PK) eine Monopolstellung inne. Die PK-Angehörigen lieferten während des Krieges 80.000 Wortbeiträge und ca. drei Millionen Fotos. Einige der uniformierten Propagandafachleute wurden nach dem Krieg erfolgreiche Autoren oder setzten ihre Karriere in der Presse- oder Filmindustrie der jungen Bundesrepublik Deutschland fort.
Der israelische Historiker Dr. Daniel Uziel hat sich bereits in seiner Dissertation der propagandistischen Kriegsführung in der deutschen Wehrmacht gewidmet. Als ausgewiesener Fachmann beleuchtet er in einem Vortrag die Rolle der »Propagandakrieger« an der Front, im Hinterland und in der Heimat.
Die Thematik der Kriegspropaganda wird nach dem Vortrag in einem Podiumsgespräch mit dem Wissenschaftlichen Oberrat Dr. Jens Wehner vertieft. Er ist Kurator der derzeit laufenden Sonderausstellung »Wunderwaffen. Propaganda und Kriegstechnik im Nationalsozialismus« und Sachgebietsleiter Bildgut am Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden.
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