Melanie Baker (Indie Punk Power Pop/UK) Nordstadtbraut im Exil bei Chez Heinz

Schedule

Thu, 29 Oct, 2026 at 08:00 pm

UTC+01:00
Location

Béi Chéz Heinz | Hannover, NI

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"„AAAAAHHHHHHHHH!“. Nur leider lassen sich Probleme nicht mal eben so wegbrüllen. Und Probleme hat die Songwriterin aus Newcastle einige im Gepäck. Schon auf ihrer 2024er EP „Burnout Baby“ hießen die Songs „This Won’t Be Pretty“ oder „All My Plants Have Died“.
Auf der Single „Sad Clown“ singt Baker nun zur apathisch dengelnden E-Gitarre von selbst gepflanzten und nie geernteten Tomaten und von Nasenbluten im Bus. Ohne Weichzeichner malt sie das Bild einer depressiven Episode, die sich notdürftig hinter einer coolen Fassade verschanzt. Und sie rappelt sich zu einem kämpferischen Mantra auf: „I don’t wanna feel like this!“ Dazu tosen die E-Gitarren los. Würde eine ultimative Mental-Health-Hymne gesucht, „Sad Clown“ wäre ein verdienter Kandidat.
Einfach und wirkungsvoll
Der Mix aus Verzweiflung, Wut und trockenem Humor, das Verwandeln von mentalen Tiefpunkten und dem einhergehenden Alltags-Chaos in mitreißende Energie zieht sich durch SOME BODY HELP ME, I’M BEING SPONTANEOUS. In „My Head Fell Off Last Night“ findet Baker mit der lässigen Slacker-Rock-Attitüde einer Courtney Barnett originelle Metaphern für ihre psychische Verfassung und vermischt diese mit schmerzhaft authentischen Reality Bites, während der Song zum wilden Fuzz-Fest hochkocht. Auch „Slugs“ macht eine Metamorphose durch: von der Akustikballade zur lärmigen Katharsis.
Da werden Erinnerungen an die – mittlerweile getrennten – südenglischen Kolleg:innen von Porridge Radio wach, deren drittes Album vor vier Jahren an genau dieser Stelle im Heft auftauchte. In einem Duett mit Porridge-Radio-Sängerin Dana Margolin, bekannt für ihre Furchtlosigkeit und Intensität, könnte sich Baker sehr gut in Rage schreien.
Melanie Baker weiß, wovon sie singt
Klingt irgendwie doch ganz schön deprimierend? Ist es nicht. Wie viele 90er-inspirierte Indierockerinnen der Gegenwart lädt Baker ihren grungy Sound mit ordentlich (Power-)Pop auf. Und mit queerem Empowerment. In „HAHA!“ lacht Baker aus ihrem Bett – nicht ohne Selbstzweifel – jenen ins Gesicht, die sie verbiegen wollen. „Ich habe so viel Freiheit und Befreiung gefunden, indem ich mir erlaubt habe, albern zu sein und wieder Spaß zu haben, obwohl ich in einer Welt lebe, die queere Freude immer noch nicht akzeptieren will“, kommentiert sie das Motiv des Liedes." Musikexpress
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Where is it happening?

Béi Chéz Heinz, Liepmannstraße 7b,Hanover, Germany, Hannover

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