Exhibition Opening during Berlin Art Week
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DE
Was geschieht, wenn die Ordnungen, mit denen wir Zeit, Körper und die Welt um uns herum begreifen, ins Wanken geraten? Die Ausstellungen im Künstlerhaus Bethanien versammeln internationale künstlerische Positionen, die den Spuren, Lücken und Machtstrukturen nachgehen, die in wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Systemen eingeschrieben sind. Die Eröffnung findet am 10. September 2026 um 19 Uhr im Rahmen der Berlin Art Week statt.
Iden Sungyoung Kim und Lesia Vasylchenko untersuchen, wie Technologie, Krieg und Erinnerung unsere Wahrnehmung von Geschichte und Zeit verändern. Esther Yi-Chun Lin folgt materiellen und verkörperten Spuren vergangener Geschichten, während Kent Chan eine Zukunft imaginiert, in der Klima und Wetter zu gestaltbaren Systemen werden. Francisco González-Rosas fragt nach dem Körper als einer durch Daten und Technologien neu definierten Oberfläche. Reed Still untersucht Dokumente als Orte, an denen Sprache soziale Hierarchien und Klassenverhältnisse prägt und festigt. Zwischen Archiv und Spekulation, Kontrolle und Ungewissheit machen die Ausstellungen erfahrbar, wie die Vergangenheit mögliche Zukünfte prägt und wie tief historische, gesellschaftliche und technologische Ordnungen in unsere Wahrnehmung der Gegenwart eingeschrieben sind.
Im selben Rahmen zeigt Rachel Monosov mit The Flag Bearers eine Einzelausstellung mit eigens für das Künstlerhaus Bethanien entwickelten skulpturalen Arbeiten und einer Performance, die von den Werken des Malers Edgar Ende inspiriert ist. Ausgehend vom Surrealismus, einer Bewegung, die vor dem Hintergrund der Erfahrungen und Erschütterungen des Ersten Weltkriegs entstand, untersucht Monosov, wie Traumbilder, symbolische Verschiebungen und das Unbewusste verborgene individuelle wie gesellschaftliche Konflikte und Traumata freilegen können. Mehr als ein Jahrhundert nach der Entstehung der surrealistischen Bewegung fragt The Flag Bearers nach der Wiederkehr historischer Muster, nach Nationalismus und Krieg und untersucht die kollektiven Vorstellungen und Ängste, die unsere Gegenwart prägen.
Die Skulpturen werden während der Ausstellungsdauer immer wieder durch Performances in Zusammenarbeit mit Rachel Bo Clark, Cami Brogaard und Victor Dumont aktiviert. The Flag Bearers ist das siebte Kapitel der Ausstellungsreihe Becoming B und wird von Jorgina Stamogianni kuratiert.
Mit den unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven entsteht ein Ausstellungsparcours, der zwischen Vergangenheit und Zukunft, Erinnerung und Imagination, Körper und Technologie, Dokument und Traum bewegt. Gemeinsam stellen die Arbeiten die scheinbar festen Ordnungen infrage, mit denen Geschichte und Gegenwart beschrieben werden – und öffnen Räume für andere Formen des Erinnerns, Wahrnehmens und Denkens.
EN
What happens when the systems we use to understand time, the body, and the world around us begin to unravel? The exhibitions at Künstlerhaus Bethanien bring together international artistic positions that trace the marks, gaps, and power structures embedded in scientific, political, and cultural systems. The opening will take place on September 10, 2026, at 7 pm as part of Berlin Art Week.
Iden Sungyoung Kim and Lesia Vasylchenko examine how technology, war, and memory transform our perception of history and time. Esther Yi-Chun Lin follows material and embodied traces of stories from the past, while Kent Chan imagines a future in which climate and weather become systems that can be shaped and controlled. Francisco González-Rosas considers the body as a surface newly defined by data and technologies. Reed Still examines documents as sites where language shapes and reinforces social hierarchies and class relations. Moving between archive and speculation, control and uncertainty, the exhibitions reveal how the past shapes possible futures and how deeply historical, social, and technological systems are inscribed in our perception of the present.
Within the same framework, Rachel Monosov presents The Flag Bearers, a solo exhibition featuring sculptural works developed specifically for Künstlerhaus Bethanien and a performance inspired by the work of painter Edgar Ende. Drawing on Surrealism, a movement that emerged against the backdrop of the experiences and upheavals of World War I, Monosov explores how dream imagery, symbolic shifts, and the unconscious can expose hidden individual and societal conflicts and traumas. More than a century after the emergence of the Surrealist movement, The Flag Bearers asks how historical patterns return, addressing nationalism and war while examining the collective ideas and fears that shape our present.
Throughout the exhibition, the sculptures will be activated at intervals through performances created in collaboration with Rachel Bo Clark, Cami Brogaard, and Victor Dumont. The Flag Bearers is the seventh chapter of the exhibition series Becoming B and is curated by Jorgina Stamogianni.
Together, these diverse artistic perspectives create an exhibition landscape that moves between past and future, memory and imagination, body and technology, document and dream. Collectively, the works challenge the seemingly fixed systems through which history and the present are described, opening up spaces for other ways of remembering, perceiving, and thinking.
Image: Rachel Monosov, Dead Earth, A Place of No Escape, 2023, performance still. Photo by Alana Naumann.
Was geschieht, wenn die Ordnungen, mit denen wir Zeit, Körper und die Welt um uns herum begreifen, ins Wanken geraten? Die Ausstellungen im Künstlerhaus Bethanien versammeln internationale künstlerische Positionen, die den Spuren, Lücken und Machtstrukturen nachgehen, die in wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Systemen eingeschrieben sind. Die Eröffnung findet am 10. September 2026 um 19 Uhr im Rahmen der Berlin Art Week statt.
Iden Sungyoung Kim und Lesia Vasylchenko untersuchen, wie Technologie, Krieg und Erinnerung unsere Wahrnehmung von Geschichte und Zeit verändern. Esther Yi-Chun Lin folgt materiellen und verkörperten Spuren vergangener Geschichten, während Kent Chan eine Zukunft imaginiert, in der Klima und Wetter zu gestaltbaren Systemen werden. Francisco González-Rosas fragt nach dem Körper als einer durch Daten und Technologien neu definierten Oberfläche. Reed Still untersucht Dokumente als Orte, an denen Sprache soziale Hierarchien und Klassenverhältnisse prägt und festigt. Zwischen Archiv und Spekulation, Kontrolle und Ungewissheit machen die Ausstellungen erfahrbar, wie die Vergangenheit mögliche Zukünfte prägt und wie tief historische, gesellschaftliche und technologische Ordnungen in unsere Wahrnehmung der Gegenwart eingeschrieben sind.
Im selben Rahmen zeigt Rachel Monosov mit The Flag Bearers eine Einzelausstellung mit eigens für das Künstlerhaus Bethanien entwickelten skulpturalen Arbeiten und einer Performance, die von den Werken des Malers Edgar Ende inspiriert ist. Ausgehend vom Surrealismus, einer Bewegung, die vor dem Hintergrund der Erfahrungen und Erschütterungen des Ersten Weltkriegs entstand, untersucht Monosov, wie Traumbilder, symbolische Verschiebungen und das Unbewusste verborgene individuelle wie gesellschaftliche Konflikte und Traumata freilegen können. Mehr als ein Jahrhundert nach der Entstehung der surrealistischen Bewegung fragt The Flag Bearers nach der Wiederkehr historischer Muster, nach Nationalismus und Krieg und untersucht die kollektiven Vorstellungen und Ängste, die unsere Gegenwart prägen.
Die Skulpturen werden während der Ausstellungsdauer immer wieder durch Performances in Zusammenarbeit mit Rachel Bo Clark, Cami Brogaard und Victor Dumont aktiviert. The Flag Bearers ist das siebte Kapitel der Ausstellungsreihe Becoming B und wird von Jorgina Stamogianni kuratiert.
Mit den unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven entsteht ein Ausstellungsparcours, der zwischen Vergangenheit und Zukunft, Erinnerung und Imagination, Körper und Technologie, Dokument und Traum bewegt. Gemeinsam stellen die Arbeiten die scheinbar festen Ordnungen infrage, mit denen Geschichte und Gegenwart beschrieben werden – und öffnen Räume für andere Formen des Erinnerns, Wahrnehmens und Denkens.
EN
What happens when the systems we use to understand time, the body, and the world around us begin to unravel? The exhibitions at Künstlerhaus Bethanien bring together international artistic positions that trace the marks, gaps, and power structures embedded in scientific, political, and cultural systems. The opening will take place on September 10, 2026, at 7 pm as part of Berlin Art Week.
Iden Sungyoung Kim and Lesia Vasylchenko examine how technology, war, and memory transform our perception of history and time. Esther Yi-Chun Lin follows material and embodied traces of stories from the past, while Kent Chan imagines a future in which climate and weather become systems that can be shaped and controlled. Francisco González-Rosas considers the body as a surface newly defined by data and technologies. Reed Still examines documents as sites where language shapes and reinforces social hierarchies and class relations. Moving between archive and speculation, control and uncertainty, the exhibitions reveal how the past shapes possible futures and how deeply historical, social, and technological systems are inscribed in our perception of the present.
Within the same framework, Rachel Monosov presents The Flag Bearers, a solo exhibition featuring sculptural works developed specifically for Künstlerhaus Bethanien and a performance inspired by the work of painter Edgar Ende. Drawing on Surrealism, a movement that emerged against the backdrop of the experiences and upheavals of World War I, Monosov explores how dream imagery, symbolic shifts, and the unconscious can expose hidden individual and societal conflicts and traumas. More than a century after the emergence of the Surrealist movement, The Flag Bearers asks how historical patterns return, addressing nationalism and war while examining the collective ideas and fears that shape our present.
Throughout the exhibition, the sculptures will be activated at intervals through performances created in collaboration with Rachel Bo Clark, Cami Brogaard, and Victor Dumont. The Flag Bearers is the seventh chapter of the exhibition series Becoming B and is curated by Jorgina Stamogianni.
Together, these diverse artistic perspectives create an exhibition landscape that moves between past and future, memory and imagination, body and technology, document and dream. Collectively, the works challenge the seemingly fixed systems through which history and the present are described, opening up spaces for other ways of remembering, perceiving, and thinking.
Image: Rachel Monosov, Dead Earth, A Place of No Escape, 2023, performance still. Photo by Alana Naumann.
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Where is it happening?
Exhibition space: Kottbusser Str. 10 / Offices and studios: Kohlfurter Str. 41-43, 10999 Berlin, Germany, Kohlfurter Straße 41, 10999 Berlin, Deutschland, Berlin, Germany
Event Location & Nearby Stays:
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Host or PublisherKünstlerhaus Bethanien











