Eine People´s History der NS-Besatzung Polens: Der Fall Michniów
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Vortrag: Eine People´s History der NS-Besatzung Polens: Der Fall Michniów
23.10, 18.00 | Pariser Platz 4A, 10117 Berlin | Anmeldung: https://forms.gle/VCVvxUCyqaK3gHh18
Reihe „Wofür Denkmäler heute?“ statt.
Mitarbeitende des Mausoleums des Martyriums der Polnischen Dörfer werden am Beispiel der „Pazifizierung“ Michnióws eine People’s History der deutschen Besatzung Polens vorstellen.
Die „Pazifizierung“ Michnióws gehört zu den grausamsten deutschen Verbrechen gegen die polnische Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkriegs. Am 12. und 13. Juli 1943 zerstörten deutsche Besatzungseinheiten das Dorf Michniów in der heutigen Woiwodschaft Heiligkreuz (Świętokrzyskie). Innerhalb von zwei Tagen wurden mindestens 204 Einwohnerinnen und Einwohner ermordet, darunter 54 Frauen und 48 Kinder. Das jüngste Opfer war erst neun Tage alt. Das jüngste Opfer war erst neun Tage alt. Zahlreiche Menschen wurden lebendig verbrannt, das Dorf geplündert und nahezu vollständig niedergebrannt.
Einzelne Verantwortliche wurden nach dem Krieg in Polen vor Gericht gestellt - in der Bundesrepublik Deutschland kam es hingegen zu keinem Prozess wegen der „Pazifizierung“ eines polnischen Dorfes. Zugleich steht Michniów für die Entwicklung der gesamtpolnischen Erinnerungskultur, in der die Erfahrungen der polnischen Landbevölkerung mit der Gewalt der NS-Besatzung erst im Laufe mehrerer Jahrzehnte einen festen Platz einnahmen.
Wie erlebte die polnische Landbevölkerung die deutsche Besatzung? Wie bewahrten Überlebende und Angehörige die Erinnerung an die Ermordeten und die Zerstörung ihrer Dorfgemeinschaften? Und wie lässt sich diese Geschichte heute aus der Perspektive der betroffenen Menschen erzählen?
Zu diesen Fragen sprechen wir mit Mitarbeitenden des Mausoleums des Martyriums der Polnischen Dörfer in Michniów. Die Einrichtung verbindet einen historischen Tat- und Gedenkort mit einem Museum und einem Zentrum historischer Bildungsarbeit. Sie erinnert an die Bewohnerinnen und Bewohner polnischer Dörfer, die während des Zweiten Weltkriegs Opfer von Besatzungsgewalt und Verfolgung wurden. Das 2021 eröffnete neue Ausstellungsgebäude gab dieser Erinnerungsarbeit einen neuen räumlichen Rahmen.
23.10, 18.00 | Pariser Platz 4A, 10117 Berlin | Anmeldung: https://forms.gle/VCVvxUCyqaK3gHh18
Reihe „Wofür Denkmäler heute?“ statt.
Mitarbeitende des Mausoleums des Martyriums der Polnischen Dörfer werden am Beispiel der „Pazifizierung“ Michnióws eine People’s History der deutschen Besatzung Polens vorstellen.
Die „Pazifizierung“ Michnióws gehört zu den grausamsten deutschen Verbrechen gegen die polnische Zivilbevölkerung während des Zweiten Weltkriegs. Am 12. und 13. Juli 1943 zerstörten deutsche Besatzungseinheiten das Dorf Michniów in der heutigen Woiwodschaft Heiligkreuz (Świętokrzyskie). Innerhalb von zwei Tagen wurden mindestens 204 Einwohnerinnen und Einwohner ermordet, darunter 54 Frauen und 48 Kinder. Das jüngste Opfer war erst neun Tage alt. Das jüngste Opfer war erst neun Tage alt. Zahlreiche Menschen wurden lebendig verbrannt, das Dorf geplündert und nahezu vollständig niedergebrannt.
Einzelne Verantwortliche wurden nach dem Krieg in Polen vor Gericht gestellt - in der Bundesrepublik Deutschland kam es hingegen zu keinem Prozess wegen der „Pazifizierung“ eines polnischen Dorfes. Zugleich steht Michniów für die Entwicklung der gesamtpolnischen Erinnerungskultur, in der die Erfahrungen der polnischen Landbevölkerung mit der Gewalt der NS-Besatzung erst im Laufe mehrerer Jahrzehnte einen festen Platz einnahmen.
Wie erlebte die polnische Landbevölkerung die deutsche Besatzung? Wie bewahrten Überlebende und Angehörige die Erinnerung an die Ermordeten und die Zerstörung ihrer Dorfgemeinschaften? Und wie lässt sich diese Geschichte heute aus der Perspektive der betroffenen Menschen erzählen?
Zu diesen Fragen sprechen wir mit Mitarbeitenden des Mausoleums des Martyriums der Polnischen Dörfer in Michniów. Die Einrichtung verbindet einen historischen Tat- und Gedenkort mit einem Museum und einem Zentrum historischer Bildungsarbeit. Sie erinnert an die Bewohnerinnen und Bewohner polnischer Dörfer, die während des Zweiten Weltkriegs Opfer von Besatzungsgewalt und Verfolgung wurden. Das 2021 eröffnete neue Ausstellungsgebäude gab dieser Erinnerungsarbeit einen neuen räumlichen Rahmen.
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Pariser Platz 4a, 10117 Berlin, Germany, Pariser Platz 4, 10117 Berlin, Deutschland, Berlin, Germany
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