Das Verschwinden des Holocaust und der Wandel der Erinnerung
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Erodiert unser Geschichtsbewusstsein?
Die Erinnerung an den Holocaust, die Vernichtung von sechs Millionen Juden durch die Nazis, droht seit einiger Zeit immer mehr zu verblassen.
Setzte in den 1990er Jahren noch eine verstärkte Erinnerung u.a. auch durch erfolgreiche Kinofilme wie „Schindlers Liste“ ein, universalisierte und entkernte sich das Gedenken aber gleichzeitig und wurde im Laufe der Jahre immer mehr zu einer beliebigen Chiffre für allerlei Kriegs- und Menschheitsverbrechen. So wurde beispielsweise das Eingreifen der Bundeswehr im Kosovokrieg 1999 durch den damaligen Außenminister Joschka Fischer mit der Behauptung, ein zweites Auschwitz zu verhindern, begründet.
In den letzten Jahren konnte man vor allem durch die Verbreitung sogenannter postkolonialer Theorien eine immer weitere Verschiebung der Erinnerung an die Spezifik der Judenvernichtung beobachten. Kolonialverbrechen, die zweifelsohne viel zu spät und dann auch nur unzureichend aufgearbeitet wurden, werden immer häufiger mit dem Holocaust assoziiert. Somit droht die Gefahr, dass in einigen Jahren überhaupt niemand mehr sagen kann, was der Holocaust denn eigentlich überhaupt war außer ein Synonym für kolossale Verbrechen.
Über diesen Wandel der Erinnerung diskutieren der Leipziger Politikwissenschaftler und Historiker Prof. Jan Gerber sowie Holger Hase, Lehrstabsoffizier bei der Bundeswehr und Vorsitzender des Dresdener Vereins Denk Mal Fort, der sich der lokalen Erinnerungskultur verschrieben hat. Die Diskussionsgrundlage bildet dabei Gerbers Buch „Das Verschwinden des Holocaust“, Edition Tiamat, 2025.
Die Erinnerung an den Holocaust, die Vernichtung von sechs Millionen Juden durch die Nazis, droht seit einiger Zeit immer mehr zu verblassen.
Setzte in den 1990er Jahren noch eine verstärkte Erinnerung u.a. auch durch erfolgreiche Kinofilme wie „Schindlers Liste“ ein, universalisierte und entkernte sich das Gedenken aber gleichzeitig und wurde im Laufe der Jahre immer mehr zu einer beliebigen Chiffre für allerlei Kriegs- und Menschheitsverbrechen. So wurde beispielsweise das Eingreifen der Bundeswehr im Kosovokrieg 1999 durch den damaligen Außenminister Joschka Fischer mit der Behauptung, ein zweites Auschwitz zu verhindern, begründet.
In den letzten Jahren konnte man vor allem durch die Verbreitung sogenannter postkolonialer Theorien eine immer weitere Verschiebung der Erinnerung an die Spezifik der Judenvernichtung beobachten. Kolonialverbrechen, die zweifelsohne viel zu spät und dann auch nur unzureichend aufgearbeitet wurden, werden immer häufiger mit dem Holocaust assoziiert. Somit droht die Gefahr, dass in einigen Jahren überhaupt niemand mehr sagen kann, was der Holocaust denn eigentlich überhaupt war außer ein Synonym für kolossale Verbrechen.
Über diesen Wandel der Erinnerung diskutieren der Leipziger Politikwissenschaftler und Historiker Prof. Jan Gerber sowie Holger Hase, Lehrstabsoffizier bei der Bundeswehr und Vorsitzender des Dresdener Vereins Denk Mal Fort, der sich der lokalen Erinnerungskultur verschrieben hat. Die Diskussionsgrundlage bildet dabei Gerbers Buch „Das Verschwinden des Holocaust“, Edition Tiamat, 2025.
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Kraftwerk Mitte 6, 01067 Dresden, Deutschland, Kraftwerk Mitte 6, 01067 Dresden, Deutschland, Dresden, Germany
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