ALEX DIAMOND’S BARN DANCE
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Alex Diamond
ALEX DIAMOND’S BARN DANCE
Vom 01. bis zum 21. November zeigt der Hamburger Künstler Alex Diamond seine neueste Werkserie bei Feinkunst Küger. Diamond’s Arbeiten waren schon des öfteren in Gruppenausstellungen in der Galerie zu sehen, nun folgt endlich seine erste Soloausstellung in meinen Räumen!
Zur Vernissage am Samstag den 31. Oktober ab 20:00 Uhr laden wir herzlich ein.
Dichtes Gedränge, entrücktes Tanzen, ausgelassenes Feiern, ein verwirrendes Wimmeln merkwürdiger Gestalten, Tiere und Fabelwesen. Landschaftsbilder einer vom Menschen agrarisch angefassten Natur: weite Felder, roter Boden („Red Dirt" als Metapher für Bodenständigkeit, bescheidene Herkunft, harte Arbeit), entferntes Grün, das je nach Bild Wälder, Berge oder auch mal Wasser darstellt, und Horizonte, die Sehnsüchte wecken. Das sind die Kernelemente der neuen Werkserie von Alex Diamond.
Sie erinnern bewusst an die Massenszenen von Hieronymus Bosch und Pieter Bruegel, stehen aber der nordischen Renaissance Bruegels näher in ihrer moralisch-satirischen, oft gesellschaftskritischen Darstellung des Alltagslebens der (Land-)bevölkerung, übertragen als Sinnbilder unserer gegenwärtig auseinanderdriftenden Gesellschaft.
Allen Bildern gemein ist das Tanzen, was sich auch in den Titeln wiederfindet. Tanz als gemeinsamer Akt, als Paarung, als Ritual, als Kampf, schweißtreibend und wild, elegant und rhythmisch, verbunden mit der Hoffnung der Annäherung und Aussöhnung. Doch es wird ja nicht nur getanzt in den Bildern … da kommen auch schonmal Hooligans aus dem Wald angerannt, irritieren Fabelwesen, es wird gesoffen und randaliert, geerntet und gepennt, mal versammelt sich ein schwarzer Konvent in der Scheune, in der bei Bruegel noch unschuldig geschlemmt und getafelt wurde. Und vieles mehr.
Die Bilder sind wie üblich in der einzigartigen Technik des Künstlers gefertigt, die seit über zehn Jahren zum Markenzeichen Alex Diamonds geworden ist: (meist) selbst getischlerte Holzträger, auf die die Szenen zunächst gemalt werden, bevor dann mit schmalen Schnitzwerkzeugen tausende feinster Linien die Farbe und das Holz aufbrechen und Details und Stimmungen hervorheben.
Eine Arbeit ragt heraus: ein Altarbild, 140 x 200 cm groß, ein Triptychon mit Flügeltüren, das geschlossen zwar ein „typischer Diamond" ist, aber erst geöffnet dem Thema der Ausstellung treu wird.
„Alex Diamond's Barn Dance" bei Feinkunst Krüger steht symbolisch für das Einfahren der Ernte: die Werkserie ist abgeschlossen, die Vernissage ist quasi das Erntedankfest. Immer schon wurde zu diesem Anlass gefeiert und getanzt. Bei Bruegel noch im Freien, ab dem 18. Jahrhundert dann vor allem in England und den nordamerikanischen Kolonien/den USA in der Scheune. Denn nach der Ernte stand diese leer und bot – anders als die meist enge Bauernstube – genug freien Raum für viele Tänzer und Musik.
Die Skulpturen:
Diesen Raum allerdings teilen sich die Besucher der Ausstellung bei Feinkunst Krüger mit den zusätzlich zu der eigentlichen Werkserie gezeigten „Vandals": Skulpturen, die der Künstler mit der Kettensäge aus Baumstämmen schält und die die stark reduzierten Figuren, die Alex Diamond seit Jahrzehnten immer wieder in sein Werk integriert, ins Dreidimensionale bringen.
Begonnen hat alles damit, dass eine hoch gewachsene Birke, die zu dicht am Fachwerkhaus des Künstlers und seiner Familie im schleswig-holsteinischen Wagersrott (Angeln) stand, gefällt werden musste - aus ihr schuf Alex Diamond 2025 die ersten neun Vandalen, mit der gleichen Kettensäge, die den Baum zerlegte.
Beim Erarbeiten der Skulpturen gibt das Holz die Richtung vor, mit der Säge werden Nuancen des Stammes hervorgeholt, die schliesslich über Blickrichtung, Ausdruck, Haltung und Bedeutung der Figuren entscheiden.
Winkelschleifer und Schleifgerät runden Ecken und Kanten ab, arbeiten die Strukturen des Holzes heraus, glätten die Oberfläche, bevor sie mit Spiritusbeize eingefärbt wird. Unterschiede in Haptik und Optik ergeben sich auch aus den Baumsorten - es finden sich Eiche, Buche, Kirsche und in den ganz kleinen Skulpturen noch ein wenig Birke aus der Spitze des Ursprungsbaums.
Stimmig ist, dass das verwendete Holz ausschließlich von Bäumen aus dem unmittelbaren Umfeld des ländlichen Ateliers von Alex Diamond stammt, was wiederum den „Red Dirt"-Gedanken betont, der sich bereits wie ein roter Faden durch die Serie der Holzschnitte zieht.
„Vandals" heißen die Skulpturen, die jeweils eine Nummer tragen in der Reihenfolge ihrer Entstehung, übrigens schlichtweg aufgrund des brachialen, lauten, kraftzehrenden Entstehungsprozesses. Wer schon einmal mit einer Kettensäge gearbeitet hat, versteht warum.
Im Basement: Re-Canvas und Füllerzeichnungen
Ein ganz anderes Bild zeigt sich im Basement der Galerie. Hier zeigt Alex Diamond Malerei und Zeichnung.
Ursprünglich von der Malerei kommend, hat sich Alex Diamond 2010 fast vollständig seinen Holzbildern zugewandt. Diese sind durch ihre Verarbeitung endgültig - was einmal aus dem Holz geschnitten wurde, lässt sich nicht überarbeiten oder wieder zusammenfügen. Malerei ist da wesentlich verzeihender. Flexibler. Korrekturfreudig. Erweiterbar, veränderbar. Das zeigt uns der Künstler in diesem abgeschlossenen Raum: „Re-Canvas" sind Reinkarnationen älterer Werke aus der Einzelausstellung „It's all good" in der Barlach Halle K in Hamburg (2022) sowie aus der Gruppenausstellung „Back to the Future" im Winter des gleichen Jahres.
Unter Künstlern ist es umstritten, ob man die eigenen, älteren Arbeiten übermalen soll oder nicht. Für Alex Diamond war dies schon immer eine Option - in seinen Augen handelt es sich auch nicht um Übermalungen, sondern Überlagerungen. Das ursprüngliche Werk ist ja noch vorhanden und teilweise auch noch sichtbar. Die Leinwand wird schwerer, gewichtiger, an Inhalt und Auftrag; es ist keine Zerstörung des vorherigen Bildes, sondern eine Entwicklung.
„Die Leinwand bleibt für mich ein Untergrund oder eine Bühne, bis ich das Gefühl habe, die Geschichte zu Ende erzählt zu haben. Doch solange die Bilder im Atelier bleiben, oder dorthin zurückkehren, kann es immer wieder auch passieren, dass weitere Kapitel hinzukommen." (Alex Diamond)
Begleitet werden die Leinwände von neuen, kleinen Füllerzeichnungen auf Papier, die der Künstler immer unabhängig vom Hauptwerk anfertigt. Schnell hingehuschte figurative Statements, meist begleitet von ein paar Worten, manchmal humorvoll, manchmal romantisch, häufig politisch, oft wütend … diese Zeichnungen entstehen nebenbei, im Alltag, einfach so. Ende 2024 erschien ein Buch mit 500 dieser Zeichnungen im Gudberg Nerger Verlag, mit dem Titel: „Good Job".
Hintergrund:
„Alex Diamond's Barn Dance" ist, wie zuvor beschrieben, eine eigens für die Ausstellung bei Feinkunst Krüger thematisch entwickelte Werkserie. Wer sich mit der Arbeit des Künstlers der vergangenen Jahrzehnte beschäftigt, erkennt, dass seine Einzelausstellungen stets eigenständige Serien umfassen. Von „Alex Diamond's Strange Sofa" 2004 bis zu „they all must be slaughtered" 2023 sind diese Ausstellungen nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Umsetzung konzeptionell voneinander unabhängig. Zwar lassen sie die Stimme des Autors erkennen, aber sie erzählen immer eine in sich geschlossene Geschichte.
Alex Diamond versteht sich daher auch vorrangig als Geschichtenerzähler. Der Hauptteil seiner Arbeit besteht in der Analyse und Interpretation von Gegenwartskultur und ihrer wiederkehrenden Erkennungsmuster. Der künstlerische Fokus liegt dabei auf dem Studium der gesellschaftlichen und kulturellen Aspekte des menschlichen Zusammenlebens.
Es ist immer auch politisches und gesellschaftliches Unbehagen im Werk von Alex Diamond zu spüren. Als Künstler nimmt er die Verantwortung an, sich zu drängenden Themen unserer Zeit mit seinen Mitteln zu äußern. Da ist eine große Wut zu spüren, aber auch Hoffnung und Aufmunterung zur Veränderung. Allerdings steht diese inhaltliche Tiefe eben nicht im ästhetischen und damit sichtbaren Vordergrund, sondern entwickelt sich wie ein guter Song durch das Einlassen auf Melodie und Rhythmus, Harmonie und Disharmonie, Text und Stimme.
ALEX DIAMOND’S BARN DANCE
Vom 01. bis zum 21. November zeigt der Hamburger Künstler Alex Diamond seine neueste Werkserie bei Feinkunst Küger. Diamond’s Arbeiten waren schon des öfteren in Gruppenausstellungen in der Galerie zu sehen, nun folgt endlich seine erste Soloausstellung in meinen Räumen!
Zur Vernissage am Samstag den 31. Oktober ab 20:00 Uhr laden wir herzlich ein.
Dichtes Gedränge, entrücktes Tanzen, ausgelassenes Feiern, ein verwirrendes Wimmeln merkwürdiger Gestalten, Tiere und Fabelwesen. Landschaftsbilder einer vom Menschen agrarisch angefassten Natur: weite Felder, roter Boden („Red Dirt" als Metapher für Bodenständigkeit, bescheidene Herkunft, harte Arbeit), entferntes Grün, das je nach Bild Wälder, Berge oder auch mal Wasser darstellt, und Horizonte, die Sehnsüchte wecken. Das sind die Kernelemente der neuen Werkserie von Alex Diamond.
Sie erinnern bewusst an die Massenszenen von Hieronymus Bosch und Pieter Bruegel, stehen aber der nordischen Renaissance Bruegels näher in ihrer moralisch-satirischen, oft gesellschaftskritischen Darstellung des Alltagslebens der (Land-)bevölkerung, übertragen als Sinnbilder unserer gegenwärtig auseinanderdriftenden Gesellschaft.
Allen Bildern gemein ist das Tanzen, was sich auch in den Titeln wiederfindet. Tanz als gemeinsamer Akt, als Paarung, als Ritual, als Kampf, schweißtreibend und wild, elegant und rhythmisch, verbunden mit der Hoffnung der Annäherung und Aussöhnung. Doch es wird ja nicht nur getanzt in den Bildern … da kommen auch schonmal Hooligans aus dem Wald angerannt, irritieren Fabelwesen, es wird gesoffen und randaliert, geerntet und gepennt, mal versammelt sich ein schwarzer Konvent in der Scheune, in der bei Bruegel noch unschuldig geschlemmt und getafelt wurde. Und vieles mehr.
Die Bilder sind wie üblich in der einzigartigen Technik des Künstlers gefertigt, die seit über zehn Jahren zum Markenzeichen Alex Diamonds geworden ist: (meist) selbst getischlerte Holzträger, auf die die Szenen zunächst gemalt werden, bevor dann mit schmalen Schnitzwerkzeugen tausende feinster Linien die Farbe und das Holz aufbrechen und Details und Stimmungen hervorheben.
Eine Arbeit ragt heraus: ein Altarbild, 140 x 200 cm groß, ein Triptychon mit Flügeltüren, das geschlossen zwar ein „typischer Diamond" ist, aber erst geöffnet dem Thema der Ausstellung treu wird.
„Alex Diamond's Barn Dance" bei Feinkunst Krüger steht symbolisch für das Einfahren der Ernte: die Werkserie ist abgeschlossen, die Vernissage ist quasi das Erntedankfest. Immer schon wurde zu diesem Anlass gefeiert und getanzt. Bei Bruegel noch im Freien, ab dem 18. Jahrhundert dann vor allem in England und den nordamerikanischen Kolonien/den USA in der Scheune. Denn nach der Ernte stand diese leer und bot – anders als die meist enge Bauernstube – genug freien Raum für viele Tänzer und Musik.
Die Skulpturen:
Diesen Raum allerdings teilen sich die Besucher der Ausstellung bei Feinkunst Krüger mit den zusätzlich zu der eigentlichen Werkserie gezeigten „Vandals": Skulpturen, die der Künstler mit der Kettensäge aus Baumstämmen schält und die die stark reduzierten Figuren, die Alex Diamond seit Jahrzehnten immer wieder in sein Werk integriert, ins Dreidimensionale bringen.
Begonnen hat alles damit, dass eine hoch gewachsene Birke, die zu dicht am Fachwerkhaus des Künstlers und seiner Familie im schleswig-holsteinischen Wagersrott (Angeln) stand, gefällt werden musste - aus ihr schuf Alex Diamond 2025 die ersten neun Vandalen, mit der gleichen Kettensäge, die den Baum zerlegte.
Beim Erarbeiten der Skulpturen gibt das Holz die Richtung vor, mit der Säge werden Nuancen des Stammes hervorgeholt, die schliesslich über Blickrichtung, Ausdruck, Haltung und Bedeutung der Figuren entscheiden.
Winkelschleifer und Schleifgerät runden Ecken und Kanten ab, arbeiten die Strukturen des Holzes heraus, glätten die Oberfläche, bevor sie mit Spiritusbeize eingefärbt wird. Unterschiede in Haptik und Optik ergeben sich auch aus den Baumsorten - es finden sich Eiche, Buche, Kirsche und in den ganz kleinen Skulpturen noch ein wenig Birke aus der Spitze des Ursprungsbaums.
Stimmig ist, dass das verwendete Holz ausschließlich von Bäumen aus dem unmittelbaren Umfeld des ländlichen Ateliers von Alex Diamond stammt, was wiederum den „Red Dirt"-Gedanken betont, der sich bereits wie ein roter Faden durch die Serie der Holzschnitte zieht.
„Vandals" heißen die Skulpturen, die jeweils eine Nummer tragen in der Reihenfolge ihrer Entstehung, übrigens schlichtweg aufgrund des brachialen, lauten, kraftzehrenden Entstehungsprozesses. Wer schon einmal mit einer Kettensäge gearbeitet hat, versteht warum.
Im Basement: Re-Canvas und Füllerzeichnungen
Ein ganz anderes Bild zeigt sich im Basement der Galerie. Hier zeigt Alex Diamond Malerei und Zeichnung.
Ursprünglich von der Malerei kommend, hat sich Alex Diamond 2010 fast vollständig seinen Holzbildern zugewandt. Diese sind durch ihre Verarbeitung endgültig - was einmal aus dem Holz geschnitten wurde, lässt sich nicht überarbeiten oder wieder zusammenfügen. Malerei ist da wesentlich verzeihender. Flexibler. Korrekturfreudig. Erweiterbar, veränderbar. Das zeigt uns der Künstler in diesem abgeschlossenen Raum: „Re-Canvas" sind Reinkarnationen älterer Werke aus der Einzelausstellung „It's all good" in der Barlach Halle K in Hamburg (2022) sowie aus der Gruppenausstellung „Back to the Future" im Winter des gleichen Jahres.
Unter Künstlern ist es umstritten, ob man die eigenen, älteren Arbeiten übermalen soll oder nicht. Für Alex Diamond war dies schon immer eine Option - in seinen Augen handelt es sich auch nicht um Übermalungen, sondern Überlagerungen. Das ursprüngliche Werk ist ja noch vorhanden und teilweise auch noch sichtbar. Die Leinwand wird schwerer, gewichtiger, an Inhalt und Auftrag; es ist keine Zerstörung des vorherigen Bildes, sondern eine Entwicklung.
„Die Leinwand bleibt für mich ein Untergrund oder eine Bühne, bis ich das Gefühl habe, die Geschichte zu Ende erzählt zu haben. Doch solange die Bilder im Atelier bleiben, oder dorthin zurückkehren, kann es immer wieder auch passieren, dass weitere Kapitel hinzukommen." (Alex Diamond)
Begleitet werden die Leinwände von neuen, kleinen Füllerzeichnungen auf Papier, die der Künstler immer unabhängig vom Hauptwerk anfertigt. Schnell hingehuschte figurative Statements, meist begleitet von ein paar Worten, manchmal humorvoll, manchmal romantisch, häufig politisch, oft wütend … diese Zeichnungen entstehen nebenbei, im Alltag, einfach so. Ende 2024 erschien ein Buch mit 500 dieser Zeichnungen im Gudberg Nerger Verlag, mit dem Titel: „Good Job".
Hintergrund:
„Alex Diamond's Barn Dance" ist, wie zuvor beschrieben, eine eigens für die Ausstellung bei Feinkunst Krüger thematisch entwickelte Werkserie. Wer sich mit der Arbeit des Künstlers der vergangenen Jahrzehnte beschäftigt, erkennt, dass seine Einzelausstellungen stets eigenständige Serien umfassen. Von „Alex Diamond's Strange Sofa" 2004 bis zu „they all must be slaughtered" 2023 sind diese Ausstellungen nicht nur inhaltlich, sondern auch in der Umsetzung konzeptionell voneinander unabhängig. Zwar lassen sie die Stimme des Autors erkennen, aber sie erzählen immer eine in sich geschlossene Geschichte.
Alex Diamond versteht sich daher auch vorrangig als Geschichtenerzähler. Der Hauptteil seiner Arbeit besteht in der Analyse und Interpretation von Gegenwartskultur und ihrer wiederkehrenden Erkennungsmuster. Der künstlerische Fokus liegt dabei auf dem Studium der gesellschaftlichen und kulturellen Aspekte des menschlichen Zusammenlebens.
Es ist immer auch politisches und gesellschaftliches Unbehagen im Werk von Alex Diamond zu spüren. Als Künstler nimmt er die Verantwortung an, sich zu drängenden Themen unserer Zeit mit seinen Mitteln zu äußern. Da ist eine große Wut zu spüren, aber auch Hoffnung und Aufmunterung zur Veränderung. Allerdings steht diese inhaltliche Tiefe eben nicht im ästhetischen und damit sichtbaren Vordergrund, sondern entwickelt sich wie ein guter Song durch das Einlassen auf Melodie und Rhythmus, Harmonie und Disharmonie, Text und Stimme.
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